Arbeitskreis Sicherheit in der Wirtschaft

In reaktionsschnellen, selbständig agierenden Unternehmensstrukturen kann betriebliche Sicherheit heute nicht mehr mit Hilfe von Insellösungen gestaltet werden. Obwohl das verbreitete Denken in Profit- und Cost-Centern zwangsläufig die bisher praktizierte Selbstverständlichkeit der Umsetzung von Sicherheit reduziert, bestehen jedoch juristische Organisationsverpflichtungen (Auswahl-, Anweisungs- und Überwachungspflichten) fort. Immer notwendiger ist daher ein ausgeprägtes Profil der "Dienstleistung Sicherheit". In diesem Sinne braucht auch die Sicherheitsorganisation Akteure, die mehr an den Tag legen als eine rein technische Kompetenz.
Die Grundstrukturen der Gefahrenabwehr in Unternehmen basieren heute auf einem individuellen Mix aus:
  • Standortfaktoren
  • Branchenzugehörigkeit
  • Risikokategorie
  • Geschäftsdaten- und Strukturentwicklungsmodellen
  • Politische Rahmenbedingungen
  • Öffentlichkeitsarbeit und Krisenkommunikation
  • Sicherheitsorganisation
Ein umfassendes Risk-Management lebt dabei von einem intensiven Verbund der innerbetrieblichen Leistungsträger der Sicherheitsorganisation - Umweltschutz, Arbeitsschutz, Technische Eigenüberwachung, Werkschutz, Explosionsschutz, Brandschutz, Störfallvorsorge, Großschadenfallplanung, Werkärztlicher Dienst - und deren externen Partnern, unter anderem Sachversicherungen, Berufsgenossenschaften, Polizei/Feuerwehr/Katastrophenschutz, TÜV/Dekra, Aufsichtsbehörden etc.
Leistungen des Arbeitskreises "Sicherheit in der Wirtschaft"
In diesem Kontext bietet der Arbeitskreis "Sicherheit in der Wirtschaft" an der IHK Rhein-Neckar seit Jahren eine Plattform für Erfahrungsaustausch, Information und Diskussion zwischen den Sicherheitsverantwortlichen der Mitgliedsunternehmen und Vertretern von Behörden, Fachfirmen und Sicherheitsorganisationen.
In drei Veranstaltungen pro Jahr werden im Rahmen von Vorträgen, Workshops, Podiumsdiskussionen, Exkursionen und Präsentationen Themenschwerpunkte aus den Bereichen Brand- und Explosionsschutz, Umweltschutz und Unternehmenssicherheit/Werkschutz behandelt. Im Mittelpunkt steht die Sicherheitsarbeit in der Region und deren praktische Umsetzung im Unternehmen. Fachlich unterstützt wird der Arbeitskreis dabei durch den Verband für Sicherheit Baden-Württemberg e.V., Stuttgart, der auch den Informationsverbund zu anderen Arbeitskreisen in Baden-Württemberg organisiert und kompetente Referenten vermittelt. Die Leitung des Arbeitskreises liegt ehrenamtlich bei Herrn Orhan Bekyigit, Leiter Werkschutz der Heidelberger Druckmaschinen AG, Wiesloch sowie Herrn Thomas Steinhorst, Ziegle GmbH Sicherheit und Bewachung, Mannheim. Der Arbeitskreis wird in Kooperation mit der IHK Pfalz, Ludwigshafen (zuständig Kathrin Mikalauskas) und deren Mitgliedsbetrieben organisiert.
Förderung und Informationsaustausch der Mitglieder
Der Arbeitskreis fördert bewusst die Kontaktaufnahme und -pflege zwischen den Teilnehmern, um einen dynamischen und kontinuierlichen Erfahrungsaustausch auch über die Sitzungen hinaus zu gewährleisten. Derzeit profitieren ca. 170 Sicherheitsverantwortliche aus den Mitgliedsfirmen der IHK Rhein-Neckar und IHK Pfalz von diesem kostenlosen Angebot.
Themen der letzten Jahre waren unter anderem die Eignung Brandschutzhelfer, ein Praxisbeispiel zum Werk-und Brandschutz bei der KSB AG, Frankenthal sowie IT-Security: Cybercrime und Cybermobbing sowie Drohnen-Überflug über das Werksgelände - was tun?
Mitgliedschaft im Arbeitskreis "Sicherheit in der Wirtschaft"
Mitgliedsunternehmen der Industrie- und Handelskammern Rhein-Neckar und Pfalz haben über diesen Arbeitskreis die Chance, an diesem Kommunikationsprozess kostenlos teilzunehmen und eigene Erfahrungen einzubringen.
Ansprechpartner:
IHK Rhein-Neckar: Alex Wolf Tel.: 06221 9017-640
IHK Pfalz: Kathrin Mikalauskas Tel.: 0621 5904-1612