GWG-Grenze angehoben - Langjährige Forderung der IHK erfüllt

Der Bundesrat stimmte am 2. Juni 2017 der Anhebung der Grenze für die sofortige Abschreibung der geringwertigen Wirtschaftsgüter (GWG) zu. „Damit wird eine langjährige Forderung der IHK-Organisation erfüllt. Nach nunmehr 52 Jahren ist es wirklich an der Zeit, die Grenze auf eine angemessene Höhe anzuheben“, so Hauptgeschäftsführer der IHK Rhein-Neckar Dr. Axel Nitschke.
Anschaffungen können nunmehr bis zu einem Wert von 800 Euro sofort abgeschrieben werden. Bisher lag die Grenze bei 410 Euro. Die Neuregelung gilt für alle Wirtschaftsgüter, die nach dem 31. Dezember 2017 angeschafft werden.
Der steuerliche Sofortabzug erhöht unmittelbar die Liquidität der Unternehmen. Die Steuerbelastung wird nicht erst über die gesamte Nutzungsdauer, sondern bereits im Jahr der Anschaffung des Wirtschaftsguts gesenkt. „Dies ist insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen und auch für die Start-ups sehr wichtig“, so Nitschke. Dadurch, dass die Betriebe die Nutzungsdauer der Wirtschaftsgüter nicht ermitteln und im Nachhinein nicht mit dem Finanzamtsprüfer diskutieren müssen, werden die Betriebe von der Bürokratie entlastet.
Die IHK-Organisation hat sich mit ihren Argumenten und stetigem Werben seit Langem für die Anhebung der Grenze und den Abbau der Bürokratie eingesetzt. „Die neue Regelung ist ein toller Erfolg für die IHK-Organisation und für die Mitgliedsunternehmen der Region“, freut sich Nitschke.