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STANDORTPOLITIK

Gründungsbilanz 2001 des IHK StarterCenters Rhein-Neckar

Mit der Gründungsbilanz Rhein-Neckar möchte das IHK StarterCenter Rhein-Neckar Einblicke in das regionale Gründungsgeschehen und Hinweise für eine bessere Unterstützung von Existenzgründern geben. Analysiert werden die Jahre 1998 bis 2001 für die Region Rhein-Neckar, Neckar-Odenwald sowie für die Kommunen Mannheim und Heidelberg. Neben Hinweisen auf unterschiedliche Entwicklungen in den Teilregionen werden auch weitere Einblicke auf Branchenentwicklungen und ein Vergleich zu Entwicklungen der Region mit Trends auf Landesebene im Gründungs- und Abmeldebereich gegeben.

Kernaussagen zum Gründungsgeschehen in der Region

  1. Anmeldungen
    Nach einem Gründungsboom ist die Zahl der Gründungen in den vergangenen Jahren leicht gesunken. Für den gesamten Bezirk der IHK Rhein-Neckar betrug die jährliche Abnahme durchschnittlich zwei Prozent, ausgehend vom Basisjahr 1998. Konnten 1998 noch 11.052 gewerbliche Gründungen verzeichnet werden, so beläuft sich die Zahl im Jahr 2001 auf lediglich 10.394. Im analysierten Zeitraum konnten insgesamt 42.932 Gründungen registriert werden.
  2. Regionale Verteilung
    Knapp die Hälfte aller Gründungen kamen im Rhein-Neckar-Kreis zustande. Hier wurden 20.738 Unternehmen gegründet, was einem Anteil von über 48 Prozent aller Gründungen der untersuchten Jahre entspricht. In Mannheim konnten 11.788 Gründungen verzeichnet werden, in Heidelberg 5.876, was einem Anteil von knapp 14 Prozent entspricht. Im Neckar-Odenwald-Kreis kam es im gleichen Zeitraum zu insgesamt 4.530 Gründungen.
  3. Gründungen nach Branchen
    Nach Verteilung der von 1998 bis 2001 verzeichneten Gründungen in Höhe von 42.932 gewerblicher Anmeldungen konnten für den Bereich Dienstleistungen knapp 44 Prozent aller Anmeldungen registriert werden. Gefolgt vom Handel mit 30 Prozent, dem Gastgewerbe mit neun Prozent, Bau und Verkehr mit jeweils sieben Prozent sowie verarbeitendem Gewerbe mit vier Prozent, ist ganz klar der Trend hin zur Dienstleistungsgesellschaft zu erkennen.
    Dies zeigt sich auch in der jährlichen Aufschlüsselung innerhalb der Bereiche Gastgewerbe, Handel, verarbeitendes Gewerbe sowie Dienstleistungen. Betrug innerhalb dieser vier Bereiche der Anteil der Dienstleistungsanmeldungen 1998 knapp 47 Prozent, so beträgt dieser anteilsmäßig 2001 fast 54 Prozent. Im Bereich Handel hat sich die Entwicklung von 38 Prozent auf 31Prozent aller Gründungen innerhalb der untersuchten vier Branchen reduziert.
    Im Weiteren wird in der Studie ebenso die regionale zeitliche Aufteilung innerhalb der verschiedenen Branchen analysiert. Auch hier ist schwerpunktmäßig der Wandel hin zur dienstleistungsorientierten Gesellschaft zu erkennen.
  4. Saldobetrachtung Existenzgründungen und Abmeldungen nach Regionen
    Einen wesentlichen Teil der Analyse nimmt ebenso die Betrachtung des Gründungssaldos (= Anzahl der Gewerbeanmeldungen ./. Anzahl der Gewerbeabmeldungen) ein. In allen vier Regionen kam es zu einem Unternehmenszuwachs nach Saldo Anmeldungen ./. Abmeldungen. Im Rhein-Neckar-Kreis war der prozentuale Zuwachs der Unternehmen mit über 40 Prozent am höchsten. Insgesamt konnte ein Unternehmenszuwachs innerhalb der vier untersuchten Jahre von 5.494 Unternehmen verzeichnet werden (bei Zugängen von 42.932 und Abgängen von 37.438).
    Die Analyse der Anmeldungen im Vergleich zu den Abmeldungen von Unternehmen, hier aufgeteilt nach Kleingewerbetreibenden und Handelsregisterunternehmen, lässt den zeitlichen Fortbestand im Markt erkennen. Die Analyse der Anzahl der Unternehmen, die nach eins, zwei oder drei Jahren nach Anmeldung noch im Markt sind, nimmt ebenso einen wichtigen Teil der Analyse ein.
  5. Handlungsempfehlungen
    Die Gründungsbilanz verdeutlicht die Unterschiede und Entwicklungen im Gründungs- und Bestandsgeschehen von Unternehmen der Kommunen Mannheim und Heidelberg und den Regionen Rhein-Neckar und Neckar-Odenwald. In einem weiteren Schritt soll aufgedeckt werden, durch welche Mittel die Gründungsaktivitäten tatsächlich gefördert werden können. Regionale Werte und Einstellungen, fachliche Kenntnisse und betriebswirtschaftliches Wissen, Finanzierungsfragen sowie allgemeine Maßnahmen zur Existenzsicherung werden angesprochen und mit dem Hintergrund der in der Analyse aufgezeigten Entwicklungen unterlegt.

Existenzgründungen sind für die Funktionsfähigkeit einer Marktwirtschaft von zentraler Bedeutung. Daher ist dieses Thema eine der Kernkompetenzen des IHK StarterCenters Rhein-Neckar. Unternehmensgründer/innen, die sich selbstständig machen möchten, stehen vor vielen Fragen und Problemen. Das IHK StarterCenter Rhein-Neckar bietet deshalb flächendeckend umfangreiche, praxisorientierte Informationsmöglichkeiten, um Probleme bei der Existenzgründung zu bewältigen, bzw. gar nicht erst aufkommen zu lassen.

Bestellung der Analyse
Neben dem Online-Download (siehe "Downloads") kann die Analyse kostenlos bestellt werden bei der IHK Rhein-Neckar, Standort Heidelberg, bei Frau Marion Volkmar.

DOKUMENT-NR. 3010

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