Wesentliche Triebkräfte der aserbaidschanischen Wirtschaft sind der Öl- und Gassektor, die Bauwirtschaft und Dienstleistungen. Der Anteil der Suche, Förderung und Vermarktung von Öl und Gas am BIP lag 2010 bei 47 Prozent. Um diese einseitige Ausrichtung der aserbaidschanischen Wirtschaft zu überwinden, vergeben internationale Institutionen wie beispielsweise die EBRD Kredite zur Finanzierung von Projekten außerhalb des Erdöl- und Gassektors, insbesondere für die Infrastruktur. Einen Überblick über die EBRD und ihre Aktivitäten in Aserbaidschan finden Sie in einer EBRD-Broschüre "Azerbaijan country factsheet" (PDF, 500 KB).
Neben dem Energie-Sektor und dem Bauwesen eröffnen sich in vielen anderen Bereichen wie in der Lebensmittelverarbeitung, der Textil- und Bekleidungsindustrie, der Elektrizitätswirtschaft sowie im Dienstleistungssektor attraktive Geschäftsmöglichkeiten für deutsche Unternehmen.
Der Anstieg von Deviseneinnahmen verspricht verstärkte Importtätigkeit, da ein Großteil der für den wirtschaftlichen Aufbau benötigten Güter aus dem Ausland beschafft werden müssen. Bei der Ausfuhr aus Deutschland stehen Maschinen und Produktionsanlagen, Kfz, chemische Erzeugnisse und Elektronik im Vordergrund.
Aserbaidschan hat das Ziel, der Welthandelsorganisation (WTO) beizutreten. Das achte Treffen der hierzu eingesetzten Arbeitsgruppe fand im Oktober 2010 statt und konstatierte Aserbaidschan gute Fortschritte im Bereich der Gesetzgebung, betonte aber gleichsam die Bedeutung, die begonnen Marktzutrittsverhandlungen fortzuführen.
Trotz der hohen Entwicklungspotentiale ist Aserbaidschan kein einfaches Land für ausländisches Geschäftsengagement. Ein hoher Monopolisierungsgrad, ausgeprägte Bürokratie und Korruption erschweren den Geschäftseinstieg.
"Doing Business in Aserbaijan 2011" (eng)
von Baker&McKenzie
Weitere Informationen zum Land finden Sie im Internet:
Im Rahmen des Kooperationsmodells der deutschen Industrie- und Handelskammern werden erweiterte Aserbaidschan-Informationen von der IHK Dortmund geboten. Mehr
Wir, die IHK Rhein-Neckar, sind an diesem Modell mit dem Länderschwerpunkt Russland beteiligt.